Linux-Distributionen für Unternehmen - eine Übersicht​

Die Auswahl an Linux-Distributionen im Business-Umfeld wird immer größer. Welcher Distributor am besten passt, hängt stark von den Anforderungen des Unternehmens ab. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die Möglichkeiten: 

  • Warum Linux-Distributionen für Unternehmen eine gute Wahl sind
  • Welche Linux-Distributionen für Unternehmen am besten geeignet sind
  • Wie man eine Linux-Distribution für Unternehmen auswählt
  • Fazit

Warum Linux-Distributionen für Unternehmen eine gute Wahl sind

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum Linux-Distributionen für Unternehmen eine gute Wahl sind. Zunächst einmal ist die Kostenersparnis ein wesentlicher Faktor. Linux ist ein Open-Source-Betriebssystem, es fallen keine Lizenzgebühren an. Programme, die für Windows und MacOS verfügbar sind, können auch unter Linux verwendet werden.

 

Ein weiterer Vorteil ist die Sicherheit. Linux gilt als sehr sicheres Betriebssystem und erfordert in der Regel weniger Wartung als vergleichbare Systeme. Zudem können die meisten Sicherheitsprobleme remote behoben werden, dies spart weitere Kosten.

 

Anwender schätzen zudem die hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Da es sowohl in grafischen, als auch in textbasierten Umgebungen verfügbar ist, kann es optimal an die Anforderungen Ihres Unternehmens angepasst werden. Darüber hinaus können erfahrene Benutzer die Konfiguration des Betriebssystems an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen.

Welche Linux-Distributionen für Unternehmen am besten geeignet sind

Die Linux-Kerne sind frei verfügbar und können, wie bereits gesagt, individuell angepasst und weiterentwickelt werden. Die große Community, die das Betriebssystem betreut, sorgt für einen konstant hohen Qualitätsstandard und regelmäßige Updates, gerade im Hinblick auf IT-Sicherheit ein klares Plus.

 

Es gibt viele unterschiedliche Linux-Distributionen, die sich in Sachen Funktionsumfang, Bedienbarkeit und Zielgruppe unterscheiden. Ubuntu ist zum Beispiel ein weit-verbreiteter Linux-Distributor. Installation und Bedienbarkeit sind auch für Anfänger übersichtlich und schnell anwendbar. Ubuntu bietet eine große Anzahl an Anwendungen. Mit der aktuellen Version 22.04 LTS haben Anwender durchweg positive Erfahrungen gemacht.

 

Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist das kommerzielle Pendant von Fedora, einem RPM-basierten Linux-Distributor. RHEL bietet seinen Kunden Long Term Support, von bis zu 10 Jahren für Server und 7 Jahre für Desktop PCs. Dies garantiert Ihrem Unternehmen konstante Zuverlässigkeit für den laufenden Betrieb. Die Installation von RHEL erfordert allerdings etwas mehr Erfahrung als bei anderen Distributionen, da viele Einstellungen manuell vorgenommen werden müssen. Außerdem ist RHEL nicht kostenlos erhältlich, sondern muss vom Hersteller Red Hat bezogen werden. 

 

SUSE Linux Enterprise Server (SLES) ist die serverseitige Variante von SUSE Linux und ebenfalls sehr stabil und zuverlässig. SLES bietet ebenfalls einen langjährigen Support (LTS = Long Term Support). Die aktuelle Version hat einen Support von 10 Jahren. SLES ist ideal für große Unternehmensnetzwerke, da eine Vielzahl an Werkzeugen für Verwaltung und Administration verfügbar ist. Auch hier ist allerdings Linux-Erfahrung nötig, um die Installation erfolgreich durchzuführen. SLES ist nicht kostenlos erhältlich, sondern muss vom Hersteller SUSE bezogen werden.

 

CentOS (Community ENTerprise Operating System) ist auf der Basis von RHEL entstanden, kostenfrei verfügbar und ebenso  stabil. CentOS bietet den gleichen langjähriges Support (LTS = Long Term Support) wie RHEL: bis zu 10 Jahre für Server und 7 Jahre für Desktop PCs . CentOS eignet sich sowohl für Einzelplatzsysteme als auch für Netzwerke mit mehreren Servern . Da CentOS auf dem Quellcode von RHEL basiert, können Sie viele der Werkzeuge , die Sie bereits von RHEL kennen, auch hier nutzen. 

Wie man eine Linux-Distribution für Unternehmen auswählt

Aber welcher ist nun der perfekte Distributor für Sie? Hier sind einige Punkte, die es bei der Auswahl zu berücksichtigen gilt:

 

1. Der Distributor muss eine Business-Lösung bereitstellen. Ein Support-Plan mit regelmäßigen Sicherheitsaktualisierungen und Updates ist für die Gewährleistung Ihres Geschäftsbetriebes unverzichtbar.

 

2. Ein potentieller Distributor muss in der Lage sein, die Anforderungen Ihrer Organisation zu erfüllen. Zum Beispiel müssen Branchen-spezifische Funktionen oder Softwarelösungen unterstützt werden.

 

3. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Distribution darauf, welche Desktop-Umgebung Sie bevorzugen. Einige Distributionen bieten verschieden Desktop-Umgebungen, aber Sie müssen im Alltagsgeschäft damit arbeiten.

 

4. Wenn Sie eine Server-Distribution benötigen, stellen Sie sicher, dass diese alle erforderlichen Funktionen und Komponenten enthält. 

 

5. Achten Sie auf die Kommunikation zwischen der Linux und anderen Technologien, wie Microsoft oder MacOS. 

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die Vielzahl der Linux-Distributionen die Entscheidung nicht unbedingt einfacher macht, dafür aber Lösungen für jegliche Unternehmensart- und größe bietet. Auch hier gilt - die Entscheidung muss im Kontext mit den Unternehmensanforderungen getroffen werden.